Einflussnahme der BA/Politik auf die Personalpolitik großer Unternehmen durch Know-How-Vermittlung

Version 1.0, 17.03.2005, Hauke Laging, hauke@laging.de

Das Problem der schlechten Beschäftigungssituation älterer Arbeitnehmer ist seit langem bekannt und wird vom Gesetzgeber bereits durch verschiedene Maßnahmen adressiert. Von Seiten der Politik wird dabei permanent lamentiert, dass ältere Arbeitnehmer quasi grundlos vom Arbeitsmarkt diskriminiert würden. Ich will mir darüber gar kein Urteil erlauben, aber folgendes steht doch fest: Entweder sind ältere Arbeitnehmer aus wirtschaftlicher Sicht nachteilig oder eben nicht. Denkbar wäre noch, dass sich diese Frage nicht eindeutig entscheiden ließe, aber in dem Fall könnte der Unterschied nicht so groß sein, dass er eine ernsthafte Rolle zu spielen vermag. Es wird Zeit, dass die Politik sich wenigstens konsequent verhält:

Nun ist natürlich schwer festzulegen, wer wissenschaftlich die nötige Autorität besitzt. Gerade der Staat mit seiner auf allen Ebenen dauerversagenden Verwaltung ist natürlich denkbar schlecht geeignet, um gegenüber in ihrem Fach grundsätzlich hochqualifizierten Leuten als fachliche Autorität aufzutreten. Das wäre dementsprechend ein Drahtseilakt. Wenn man diesen irgendwie bewältigt hätte, wäre zu überlegen, ob man Unternehmen ab einer bestimmten Mitarbeiterzahl verpflichtet, einen Großteil ihrer Personalverantwortlichen mal auf so eine Schulung zu schicken. Wenn die Sachlage wirklich eindeutig ist, hielte sich der Widerstand gegen eine derartige Maßnahme in Grenzen, da sie der Wirtschaft eher nützte, was zumindest den Verbandsspitzen klar wäre.