Konzept eines Stecksystems zum einfachen Austausch bestimmter PC-Komponenten

Version 1.0, 16.06.2004

Hauke Laging – hauke@laging.de – Grazer Platz 22 – 12157 Berlin – Telefon: 030/32603660 – mobil: 0172/7630883

Anforderungen

  1. Das Stecksystem muss den Austausch von Grafikkarte und Speicherbausteinen (bzw. deren Ergänzung) ermöglichen, ohne dass der Rechner geöffnet werden muss und ohne dass man irgendwas falsch machen kann.

  2. Die neuen und alten Komponenten müssen vor dem Zugriff des Benutzers geschützt, also gut verpackt sein.

  3. Die Handhabung muss selbsterklärend und sicher (nichts geht kaputt) sein.

  4. Der Luftstrom im Rechner darf nicht ernsthaft beeinträchtigt werden.

  5. Das System muss auch mit anderen Komponenten funktionieren, darf zumindest deren Einsatz nicht verhindern / gewaltig erschweren.

Ansatz

Die Komponenten werden mit einer Schutzhülle versehen, die sich erst am oder im Gerät öffnet – grob vergleichbar mit einer Videokassette (vom Prinzip, nicht von der Umsetzung). Das Aufsetzen der Schutzhülle an der richtigen Stelle löst zwei einfache Schließmechanismen: den Gehäuseverschluss und den Schutzhüllenverschluss.

Im Falle der Grafikkarte ist die Schutzhülle an einer Seite "offen", nämlich zur Rückwand des Rechners hin, weil an der Seite sowieso das Slotblech der Karte sitzt. Die gegenüberliegende Seite ist unbeweglich und wird in eine Führungsschiene gesetzt, die von der Gehäusewand zum Slot hinabführt und eine präzise Abwärtsbewegung ermöglicht. Die beiden Seitenwände der Schutzhülle rasten in ein einfaches Schienensystem ein, das außen am Gehäuse angebracht ist. Beim Absenken der neuen Komponente klappen die beiden Seitenwände aus, so dass sie am Ende außen am Gehäuse irgendwo einrasten.

Darstellung

die Schutzhülle


Die Schützhülle hätte zwei feste Seiten (oben und links), zwei wegklappbare (vorne und hinten), eine irgendwie ("automatisch") zu öffnende (unten) und eine offene für das Slotblech der Karte (rechts), die bei Verwendung des Systems für Speicherbausteine ebenfalls fest wäre.

Ablauf des Einsetzens


Durch das Aufsetzen würden die Seitenwände entriegelt und dann in den Führungsschienen auf der Gehäusewand bis zum Einrasten zur Seite gefahren.

Draufsicht Gehäusewand


Draufsicht Motherboard


Profil Motherboard




technische Probleme

Sitz im Slot

Der korrekte Sitz der Karte im Slot muss garantiert sein. Woher weiß der User, wie lange/weit er drücken muss? Ist das Einrasten außen am Gehäuse ein verlässlicher Indikator?

Schließmechanismus

Wie genau wird der Schließmechanismus umgesetzt? Wie wird das Gehäuse im Normalzustand verschlossen? Was passiert mit der Unterseite der Schutzhülle?

Denkbar: Gehäusehülle und Schutzhüllenunterseite rasten ineinander und werden zur Seite gezogen (und bleiben da), bevor die Karte nach unten geschoben werden kann.

Umkehrbarkeit

Beim Herausziehen (Woran? Irgendein "Haken"?) muss sich die Schutzhülle wiederzusammensetzen, der Schließmechanismus wieder einrasten.

Befestigung der Karte in der Hülle

Die Befestigung der Karte in der Hülle muss hinreichend stabil sein. Entweder muss die Hülle auch andere Karten aufnehmen können, oder das Gehäuse muss anders verschließbar sein, wenn das System nicht eingesetzt wird. Denkbar wäre, einem PC einen Alternativen Verschluss des Gehäuses beizulegen (praktischerweise an der Innenwand des Gehäuses für den Bedarfsfall zu befestigen.

EMV

Woraus auch immer die Hülle und das Verschlussstück bestehen mögen, die EMV-Problematik wird durch ein "Loch" im Gehäuse natürlich nicht kleiner.

Slotblech

Oft genug hakt es, wenn man eine ganz normale Karte in ihren Slot befürdern will, vor allem im Zusammenspiel von Slotblech, Gehäusewand und Motherboard. Mag sein, dass man dieses Problem sogar reduziert, wenn man eine präzise Führung für die Karte hat – aber das müsste man eben auch.

Gehäuse öffnen

Klassischerweise löst man die Schrauben seiner Gehäusewand und nimmt sie dann ab, die Erweiterungskarten des PC liegen dann vor einem. Das hier skizzierte System ließe es nicht mehr zu, die Gehäusewand einfach abzunehmen, weil die Grafikkarte ja mit Board und Wand verbunden wäre. Man müsste also erst die Karte entfernen. Dies ließe sich technisch wohl nicht in den Griff bekommen, ist andererseits aber wenig aufwändig.

Kabel

Im Rechner dürfen natürlich keine Kabel im Weg sein, aber das Problem hat nur am Rande mit diesem System zu tun. Es wird nur hier zum Problem, wenn man es nicht durch Planung o.ä. löst.

Marktchancen

Kosten

Das Hauptproblem ist natürlich, dass man diese Neuerung nicht geschenkt bekommt und so viele Upgradeteile und (wegen der Upgrade-Möglichkeit) zusätzliche Rechner verkaufen muss, dass man die Mehrkosten für die Änderung aller Rechner wiederreinbekommt.